|
Verabschiedung Gerhard Körber
Ein Stiller
Wer Gerhard Körber das erste Mal sieht, stutzt zunächst. Ein großer Mann, mit grauem Bart und langen Haaren. Sieht so ein Pfarrer aus?
Dazu noch die Gitarre!
Wenn er am Ende des Gottesdienstes mit seinem sonoren Bass noch ein Lied zur Gitarre singt, ist jede Fremdheit verschwunden. Seine
Predigten zeugten von großen theologischen Kenntnissen, nicht immer sehr konventionell, einfach ein Genuß.
Man nimmt ihm seinen tiefen Glauben ab, von dem er erzählt – versteht, dass dieser Mann in seinem Leben viel erlebt und nachgedacht
hat, dass er viel erfahren hat, es nicht immer leicht war, dass ihn das Leben aber nicht verbogen hat.
Bei den Kirchenvorstandssitzungen saß er zunächst nur still da, an seinen fundierten Beiträgen erkannte man aber, dass er interessiert
mitgedacht hatte. Man merkte seine Freude am Beruf und seine Liebe zu den Menschen.
Schade, dass er uns schon wieder verlässt, ehe wir ihn so richtig kennen lernen konnten.
Wir wünschen ihm viel Kraft im Kampf gegen seine schwere Krankheit, Befriedigung in seiner neuen Gemeinde Wartenberg und zu allem Gottes
Segen.
Renate Poeschel
|